Das LBO Baden-Württemberg beim Deutschen Musikfest in Osnabrück

  • 27.06.2019
  • Musikalisches

Bei Osnabrück denken manche an die Erfindung des Pumpernickels oder an die Friedensstadt - jedoch bestimmte vom 30. Mai bis zum 2. Juni die Musik das Bild und vor allem die Klänge der Stadt. Das Deutsche Musikfest findet alle sechs Jahre statt und das Landesblasorchester Baden-Württemberg durfte in dessen Rahmen am Samstagabend die Herr der Ringe-Nacht aufführen - inklusive der deutschen Erstaufführung der neuen "Symphony No. 5, Return to Middle Earth".

Foto: Andreas Gökeler

Bei sommerlichen Temperaturen erklangen über 150 Unterhaltungskonzerte auf den Plätzen und in den Hallen der Friedensstadt. Und obwohl am Abend zeitgleich das Champions-League-Finale und das Open-Air-Konzert der grandiosen Big Band der Bundeswehr stattfanden, war die OsnabrückHalle, die mit Empore 1.760 Plätze fasst, gefüllt.

Von Anfang an herrschte eine außergewöhnliche Stimmung im ausverkauften Saal. Es hatte sich herumgesprochen: Johan de Meij ist da. Enthusiastisch wurde der Komponist des Abends begrüßt. Viele Liebhaber Sinfonischer Blasmusik ließen sich es nicht nehmen, Autogramme und Fotos von und mit der niederländischen Legende zu ergattern.

Hobbits sind wie Musiker

Bevor das neue Werk mit dem Neuen Kammerchor Heidenheim auf der Bühne erklang, wurde zunächst Johan de Meijs "Lord of the Rings (Sinfonie Nr. 1)" aufgeführt. Vermutlich hatte jeder der Blasmusik-Enthusiasten im Publikum das Stück bereits gespielt oder zumindest gehört.

Aber eine Neuerung gab es: die belgische Sandkünstlerin Colette Dedyn untermalte mit stimmungsvollen Bildern den Klassiker, den der Niederländer vor 30 Jahren schrieb. Die Pause wurde mit dem letzten Satz "Hobbits" eingeleitet, von denen der LBO-Moderator und Klarinettist Thomas Kuhn behauptete, diese seien gemütliche Menschen, "die gerne trinken, essen und schlafen - eigentlich wie wir Musiker".

"Mein persönliches Highlight des Musikfestes"

Nach der Pause war es soweit: Johan de Meij betrat die Bühne und stand Thomas Kuhn in einer kurzen Fragerunde zu seiner neuen Komposition Rede und Antwort. Nachdem er seine Herangehensweise und nähere Einblicke in sein Werk gewährt hatte, betraten die musikalischen Partner des Abends die Bühne: der Neue Kammerchor Heidenheim (Leitung: Thomas Kammel) und die Sopranistin Katarzyna Jagiello.

Das, was im Anschluss dann geschah, ist in Textform nicht auszudrücken - wurde aber von den, nach dem Schlusston stehenden, Zuschauern mit minutenlangem Beifall belohnt. "Mein persönliches Highlight des Musikfestes", war der Tenor einiger Zuschauer nach dem Konzert. Diese wurden dann zum Schluss mit einer Zugabe belohnt, die es bisher nur vom LBO zu hören gab: die Hobbit-Hymne aus der ersten Sinfonie mit Chor und Solistin, arrangiert von LBO-Tubisten Ben Roundtree.

Sowohl die Konzertbesucher als auch die LBO-Musiker, die Sängerinnen und Sänger des Neuen Kammerchor Heidenheim sowie Katarzyna Jagiello werden dieses Konzert lange in Erinnerung behalten.

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