Hessischer Musikverband holte Prof. Thomas Clamor nach Frankenberg

  • 21.03.2019
  • Musikalisches

Anfang März hatte die Kulturhalle in Frankenberg (Eder) einen hochkarätigen Besucher: Prof. Thomas Clamor, der Chefdirigent der Sächsischen Bläserphilharmonie, der bereits unter Herbert von Karajan langjähriges Mitglied der Berliner Philharmoniker war, unterrichtete auf Einladung des Hessischen Musikverbandes e.V. (HMV) acht junge Amateur-Dirigenten zwei Tage lang mit großem Orchester.

Foto: Mark Adel / HMV

Das Beste aus dem Orchester herausholen, einen harmonischen Gesamtklang erzeugen, das Zusammenspiel optimieren: Das und Einiges mehr sind die Aufgaben von Dirigenten. Acht dynamische Blasorchester-Dirigenten aus Hessen und dem Umland haben sich dafür Tipps eines ausgewiesenen Experten geholt: Prof. Thomas Clamor, der 1986 als jüngster Musiker der Berliner Philharmoniker von Herbert von Karajan höchstpersönlich in sein Orchester geholt wurde. Der gebürtige Mindener spielte seitdem unter zahlreichen berühmten Dirigenten und ist inzwischen selbst einer: Er leitet die Sächsische Bläserphilharmonie, erhielt das Bundesverdienstkreuz für sein nationales und internationales Engagement für Bildung und ist zudem künstlerischer Leiter des Sauerlandherbsts.

In der Frankenberger Kulturhalle gastierte er auf Einladung des Hessischen Musikverbands. Zwei Tage lang konnten die acht Dirigenten mit dem Sinfonischen Blasorchester Korbach/Lelbach anspruchsvolle Literatur erarbeiten. Prof. Clamor ging auf die unterschiedlichen Anforderungen und Fragen jedes Teilnehmers ein, gab Tipps und vermittelte Wissen, das die Musiker nun in ihren eigenen Vereinen anwenden können.

"Meiner Erfahrung nach kann man ein Orchester immer noch um 30 Prozent verbessern", sagte Clamor zu Beginn des Workshops – eine Erfahrung, die die Teilnehmer nach den zwei Tagen bestätigten. Auch die Orchestermusiker aus Korbach/Lelbach bekamen zahlreiche Informationen und lernten gleichzeitig ganz unterschiedliche Dirigenten kennen. Die Teilnehmer kamen aus Hessen sowie aus Bayern und Nordrhein-Westfalen. Neben den acht Dirigenten hatten sich weitere interessierte Musiker zur passiven Teilnahme angemeldet.

Zum Abschluss dankte HMV-Geschäftsführer Nicolas Ruegenberg dem Dozenten und dem Lehrgangsorchester. Seine besondere Wertschätzung sprach er Jürgen Klingelhöfer aus, der als HMV-Bezirksmusikbeauftragter Nord die regionale Organisation des Workshops hervorragend betreut hatte. Mit seinem Workshop- und Seminarangebot engagiert sich der HMV insbesondere im Amateurbereich für eine qualitativ hochwertige Ausbildung. Ziel ist es, durch professionelle und engagierte Dozenten auf möglichst breiter Basis den hessischen Musikerinnen und Musikern praxisnahe Tipps für Ihr Musizieren zu vermitteln und somit das immaterielle Kulturerbe Laienmusizieren in Hessen zu pflegen und zu bewahren.

Der HMV ist mit 350 Orchestern und über 15.000 aktiven Musikern einer der größten Musikverbände Hessens und bietet eine stilistische Bandbreite von sinfonischer Blasmusik über Jazz bis zum Spielmannszug, die sich im Seminarangebot widerspiegelt.

www.hessischer-musikverband.de 

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