Weltmeisterschaften der Show- und Marchingbands in Rastede 2021

  • 16.12.2019
  • Musikalisches

Der Verein Rasteder Musiktage e.V. freut sich, Ausrichter der Weltmeisterschaften der "World Association of Marching Showbands" im Jahr 2021 zu sein. Nach dem die beiden Vorstandsmitglieder Torsten Wilters und Stefan Scheffler vom Vorstand der WAMSB erfahren haben, dass der Zuschlag für die WM 2021 nach Rastede geht, gibt es bereits jetzt sehr großes Interesse an einer Teilnahme vieler Bands und Orchester aus Europa und der Welt. Die WM ist vom 1. bis 4. Juli 2021 geplant.

Wer an den Weltmeisterschaften teilnehmen möchte, der muss sich in den Jahren 2019 oder 2020 auf einer der WAMSB sanktionierten Veranstaltung qualifizieren. Qualifiziert ist eine Band/Orchester, wenn sie 80 Punkte und mehr erreicht hat. Das gilt für alle Musikklassen. Zusätzlich gibt es eine Drum-Battle.

Die nächsten Rasteder Musiktage finden vom 3. bis 5. Juli 2020 statt.

Der Meldeschluss ist der 01. März 2020. "Gerade in der Konzertklasse, sind wir in der Regel bereits Ende des Jahres ausgebucht. Das heißt, wer in der Konzertklasse sich in 2020 qualifizieren möchte, oder auch nur mal so wieder nach Rastede kommen möchte, der sollte sich in der Konzertklasse früh anmelden", weiß Stefan Scheffler zu berichten.

Bei den diesjährigen Rasteder Musiktagen waren Teilnehmer aus sieben Nationen vertreten. Unter ihnen einige erfahrene Bands, aber auch Neulinge. Die Rasteder Musiktage sind nicht nur der Höhepunkt des Kulturlebens in der Residenzgemeinde, sondern auch Träger und Garant für eine hohe Musikkultur in Nordwestdeutschland.

An Internationalität ist diese Veranstaltung nicht zu überbieten. Mit mehr als 70 Bands aus aller Welt waren die 64. Musiktage von Freitag bis Sonntag in Rastede ebenfalls wieder ein großer Erfolg. Rund 3200 Musikerinnen und Musiker aus sieben Nationen u.a. Thailand und Malaysia, versammelten sich auf dem Turnierplatz im Schlosspark. So etwa die Musiker des "Jagthorn und Trompeten Ensemble Edelweiss" aus Heerlen (Niederlande), die mit zackigen Wendungen und rhythmischer Blasmusik vor dem Publikum schritten.

Doch auch alle anderen Bands und Gruppen zogen die Augen auf sich und gaben ihr Bestes. Besondere Ehre wurde dem Spielmann- und Fanfarenzug Hahn-Nethen zu teil: Während man noch auf die Medaillen für die erste Siegerehrung am Samstagabend wartete, fragte Carsten Helms, Vorsitzender der Showband Rastede, das Publikum, ob die Band noch "einen raushauen" sollte. Das Publikum bat lautstark darum. "Ich sehe die ganzen Tage nur strahlende Gesichter", beschrieb Helms den Erfolg der Veranstaltung.

Auch Torsten Wilters und Stefan Scheffler vom Vorstand waren sehr zufrieden. Am Abend vorher, so erzählten sie, hatten die Teilnehmer aus Malaysia, die "St. Josephs School Band" und die "Ratchasima Witthayalai Marching Band" aus Thailand einen gemeinsamen Auftritt im Discozelt. "Das sind so glückliche Momente", schwärmte Wilters, und Scheffler meinte: "Dafür machen wir das."

Unter den Teilnehmern der Musiktage waren Neulinge, aber auch sehr erfahrene Gruppen wie der mehrfache Europameister, das "Drum & Bugle Corps Jubal" aus dem niederländischen Dordrecht. Darüber hinaus waren unter anderem Bands aus Deutschland, Belgien, Polen und Österreich vertreten. Am Freitag hatte Bürgermeister Dieter von Essen alle Teilnehmer vor dem Rathaus begrüßt.

In der Mehrzweckhalle an der Feldbreite wurden am Samstag Konzertbewertungen und Wertungsspiele in Marsch und Showqualität zur Europameisterschaft durchgeführt. Abends wurde es noch einmal bei der Siegerehrung spannend, bis man sich dann auf der Party austoben konnte. Am Sonntag marschierten alle teilnehmenden Vereine auf und spielten gemeinsam die Europa-Hymne "Ode an die Freude".

"European Open Champion"

Die acht besten Showbands und ein Drum-Corps vom Samstag präsentierten sich am Sonntag ein zweites Mal. Sie alle konkurrierten um den Titel "European Open Champion". Gleichzeitig hatten die Finalisten die Möglichkeit, ihr Ticket für die Weltmeisterschaften 2020 in Bangkok und 2021 in Rastede zu lösen.

Auf dem Turnierplatz wurde auch für ein Unterhaltungsprogramm für die jüngeren Besucher gesorgt. Die "Spielefeuerwehr Oldenburg" bot unter anderem eine Kreativbaustelle mit magischem Jonglierakt. Weder Hunger noch Durst musste darüber hinaus das Publikum bei den hohen Temperaturen leiden: Bratwurst, Asia-Food, Süßes und Herbes wurden geboten - und das Bier floss in Strömen.

www.rastedermusiktage.de

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