4. Internationaler Theobald-Böhm-Wettbewerb für Flöte und Altflöte

  • 12.09.2019
  • Musikalisches

Bei der modernen Querflöte ist eines sicher: Erfunden hat sie der Münchner Flötist, Komponist und Flötenbauer Theobald Böhm. Alle drei Jahre – in diesem Jahr vom 30. September bis 2. Oktober 2019 – findet der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte, internationale Flöten-Wettbewerb in den Räumen der Hochschule für Musik und Theater München in der Arcisstraße 12 statt. Der Eintritt für Zuhörer und Beisitzer während dem Wettbewerb sowie zum Preisträgerkonzert im Kleinen Konzertsaal, am Mittwoch, 2. Oktober, 18 Uhr, ist frei.

Die Jury-Mitglieder des Wettbewerbs

Der Wettbewerb wird gemeinsam von der Theobald-Böhm-Gesellschaft e. V. und der Hochschule für Musik und Theater München in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Flöte e. V. veranstaltet.

Einen Tag vor Beginn des vierten Wettbewerbs (Sonntag, 29. September) erklingt im Rahmen einer 11-Uhr-Matinee anlässlich des 225. Geburtstags von Theobald Böhm (1794-1881) ein Festkonzert der Juroren im Hubertussaal von Schloss Nymphenburg. Auf dem Programm stehen selten gespielte Werke von Theobald Böhm. Dazu werden zahlreiche Nachfahren aus der weltweiten Theobald-Böhm-Familie als Gäste erwartet.

Am Abend des 29. September findet im Alten Südlichen Friedhof in der Thalkirchner Straße, Sektion 12, eine öffentliche Kranzniederlegung (18 Uhr) statt. Dem Münchner Instrumentenbauer Böhm gelang es 1864, auf zylindrischem Rohr ein gut durchdachtes Klappenwerk zu entwickeln. Er verfeinerte es immer weiter mit dem Ergebnis, den Flötisten brillantere Virtuosität, erweiterte Dynamik und erstaunliche tonliche Nuancen zu ermöglichen, wie sie der hochromantische Musikstil des 19. Jahrhundert verlangte. Diese zukunftweisenden Veränderungen des Instrumentes, kurz "Böhmflöte" genannt, revolutionierte zugleich das bauliche System aller Holzblasinstrumente.

Wenn heute die Querflöte als das meist gespielte Blasinstrument gilt, so schuldet man dies ohne Zweifel seiner klugen Erfindung vor 155 Jahren. An diesen vor 138 Jahren verstorbenen Münchner Hofmusiker und Komponisten erinnert – neben einer Gedenktafel an Böhms Wohnort in München, Altheimer Eck 15 – wieder einmal der Theobald-Böhm-Flöten-Wettbewerb in München.

Der Wettbewerb zur Förderung junger Flötisten unterscheidet sich von anderen Flötenwettbewerben dadurch, dass die romantisch-virtuosen Kompositionen und Bearbeitungen von Theobald Böhm im Fokus stehen. In der ersten Runde bilden neben einer seiner Etüden, eine Bearbeitung aus dem Klavierkonzert Nr. 1 von Beethoven für Flöte in C oder Altflöte in G sowie eine Fantasie von Telemann den Mittelpunkt. In der zweiten Runde werden neben einem Werk von Böhm weitere zeitgenössische Stücke von Paul Hindemith, Bohuslav Martinů und Sergei Prokoviev für Flöte und Klavier und ein modernes Werk für Flöte solo von Eugène Bozza und Sigfrid Karg-Elert gespielt. In der dritten Runde steht Böhms Larghetto, op. 35, Rondo à la Mazurka, op. 36 sowie Variationen aus op. 20 und op. 22 auf dem Programm.

Den Vorsitz der diesjährigen Jury übernimmt Prof. Ulrich Meyer, Dozent an der Hochschule für Musik und Theater München. Die weiteren Mitglieder sind Martin Belič (2. Flötist der Münchner Philharmoniker, 1. Preisträger des 2. Internationalen Theobald-Böhm- Wettbewerbs 2011), Hélène Boulègue (Soloflötistin des Orchestre Philharmonique du Luxembourg), Guoliang Han (Soloflötist des China National Symphony Orchestra, Professor des Central Conservatory of Music in Peking), Tomoko Iwashita (Dozentin an der Musashino Art University in Tokyo), Jan Ostrý (Soloflötist, Professor für Flöte am Konservatorium in Prag) und Irina Stachinskaya (Soloflötistin, früher Moscow State Symphony Orchestra).

Die Preisgelder für die ersten drei Gewinner (5.000, 3.000, 2.000 Euro) stellen die Stiftung Otto Eckhart, Yamaha sowie die Dr. Castringius-Stiftung zur Verfügung. Weitere Sonderpreise gibt es für die beste Interpretin / den besten Interpreten auf der Altflöte in G, dem späteren Lieblingsinstrument von Theobald Böhm, und für die drei besten Teilnehmer unter 20 Jahren.

Termine/Orte:

 

  • 29. September 2019, 11 Uhr: "Festkonzert der Juroren"
    Hubertussaal, Schloss Nymphenburg
    Eintrittspreise € 40,00 | 35,00 | 30,00 | 25,00
  • 30. September bis 2. Oktober 2019: drei Wettbewerbsrunden (Beginn jeweils 10 Uhr)
    Preisträger-Konzert (2. Okt., 18 Uhr)
    Kleiner Konzertsaal, Hochschule für Musik und Theater München
    Eintritt frei

www.theobald-boehm-archiv-und-wettbewerb.de

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