Military Metal Night - Ein Riesenerfolg!

  • 27.06.2018
  • Events

Ein Musikspektakel der ganz besonderen Art erlebten Anfang Juni die gut dreitausend Zuhörer im vollbesetzten Auditorium der Freilichtbühne Elspe. Der Mega-Erfolg vom gemeinsamen Auftritt des Musikkorps der Bundeswehr und der Heavy Metal Band U.D.O. beim Wacken Open Air 2015 kam in erweiterter Form erneut auf die Bühne.

Fast unbemerkt betraten die sechzig Instrumentalisten des Ausnahmeklangkörpers die riesige, noch sparsam ausgeleuchtete "Metalstage". Kapellmeister Oberstleutnant Christoph Scheibling eröffnete mit "Also sprach Zarathustra" in einer Bearbeitung von Stabsfeldwebel Guido Rennert. Schlagartig wurde klar, was die aufwendig installierte, von Profis bis ins Detail beherrschte Bühnentechnik zu leisten imstande ist.

Prachtvoller Bläserklang ergoss sich auf die jubelnde Menge und füllte die Arena bis in den letzten Winkel. Eingetaucht in perfektes Licht, inszenierten Scheibling und sein Orchester mit den Filmmusiken aus "Star Wars" und "Das Boot" den fließenden Übergang in den Auftritt von U.D.O. mit Frontmann Udo Dirkschneider.

Jetzt dominierten ein monströses Drumset, pochende Bässe, virtuos gespielte E-Gitarren und Dirkschneider mit seiner unverkennbaren Reibeisenstimme.

Die Supertruppe aus Siegburg bestacht auch hier, allein und in begleitender Funktion, immer wieder mit perfektem Spiel in ausgefeilten Arrangements. Sie ließen die legendären U.D.O. Hits wie "Metal Heart", "Princess of the Dawn" oder "Animal House" in bisher nie dagewesenem Licht erstrahlen. 

Scheinbar völlig selbstverständlich verschmolzen zwei Musikformationen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Damit das gelang, wurde jeder Instrumentalist im Vorfeld bei Proben und Soundchecks mikrofoniert.

"Ein solches Mammutprojekt bedeutet nicht nur einen enormen technischen Aufwand, wir legen als Orchester auch viele musikalische Parameter, die wir im Konzertsaal selbst definieren, vertrauensvoll in die Hände der Tonmeister am Mischpult", macht Oberstleutnant Scheibling klar.

Dieses Konzert hielt noch eine ganze Reihe von Überraschungen parat. Die Kölner Sopranistin Agnes Lipka stand wie schon 2015 in Wacken mit dem Musikkorps auf der Bühne und sang in der Rennert-Bearbeitung "Love ist Black" die Puccini-Arie "Un bel die vedremo" gleichsam rockig wie exotisch, vorangetrieben von japanischer Taiko-Trommelkunst der Schlagzeuger des Orchesters.

Welches Potential dieses Orchester in sich vereint, bewies auch "Flight of the Silverbird", aus "Two Steps from Hell" von Thomas Bergersen in einem Arrangement von Oberfeldwebel Alexander Reuber, ebenso Soldat im Musikkorps der Bundeswehr. Hier ernteten die Trommler des Spielmannszugs des Musikkorps mit einer Synchroneilage die Beifallsstürme des Publikums.

Dort, wo sonst die Karl-May-Festspiele zu sehen sind, durfte die Musik von Winnetou in einem weiteren Teil, der nur vom Musikkorps der Bundeswehr gestaltet wird natürlich nicht fehlen.

Dass dieses großartige Engagement auch noch einem guten Zweck diente, versteht sich fast von selbst: das St. Elisabeth Hospiz in Lennestadt partizipiert von diesem Benefizkonzert.

Ob es eine weitere Auflage der Military Metal Night geben wird? Die vergrößerte Fangemeinde darf gespannt sein.

www.elspe.de

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