24. Innsbrucker Promenadenkonzerte

  • 26.03.2018
  • Events

Einem breiten Publikum die Werke der Kunstmusik mit ihren Konzerten näher zu bringen, war schon immer eine zentrale Aufgabe der altösterreichischen Blas- und Bläsermusik. Diese Tradition setzen die Innsbrucker Promenadenkonzerte vom 2. bis 29. Juli in zeitgemäßer Form fort. An diesem Markenkern hat sich auch im 24. Jahr des Bestehens der Innsbrucker Promenadenkonzerte nichts geändert.

Foto: Innsbrucker Promenadenkonzerte

Die Konzertreihe, die im Jahre 2018 von 38 verschiedenen Orchestern und Ensembles bestritten wird, ist inzwischen eine der angesehensten und größten Veranstaltungen für Bläsermusik europaweit. Dabei ist es für die Veranstalter ein besonderes Anliegen, alle Segmente des in der Stadt flanierenden Publikums anzusprechen: Einheimische und Gäste, Anhänger der Hochkultur wie Freunde der Volksmusik, Jazz-Fans oder Bewunderer der Brassband-Künste.

Um dieses Ziel zu erreichen, entstammen die etwa 350 verschiedenen Werke, die im Rahmen des vierwöchigen Konzertmarathons aufgeführt werden, nicht nur allen Epochen der Musikgeschichte wie der Renaissance, dem Barock, der Wiener Klassik, der Romantik, der klassischen Moderne und aus dem Fundus des zeitgenössischen Musikschaffens. Auch Kompositionen der sogenannten Ernsten Musik erklingen in gleicher Weise wie Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts - hier dominieren Namen wie Johann Strauß oder Carl Michael Ziehrer – aber auch des 20. Jahrhunderts, das weltweit durch die Entstehung des Jazz gekennzeichnet ist.

All diese vielen musikalischen Stilrichtungen und Färbungen werden durch die Vielfalt möglicher Orchesterformationen gewährleistet. Dies reicht vom Saxophonorchester über die Bigband bis hin zur Brassband, aber auch von der traditionellen Trachtenkapelle über Polizei- und Militärmusikorchester bis hin zur leistungsstarken professionellen Bläserphilharmonie. So ist es den Veranstaltern der Innsbrucker Promenadenkonzerte etwa gelungen, die weltweit bekannteste Brassband, die Black Dyke Band aus England, aber auch die nicht minder bekannte Tredegard Town Band nach Innsbruck einzuladen. Ebenso wird der Vizeweltmeister der weltweit besten Amateurblasorchester, das Landesblasorchester Baden-Württemberg, im Innenhof der kaiserlichen Hofburg gastieren. Nicht zu vergessen professionelle Blasorchester aus Deutschland und Frankreich, wie etwa die sächsische Bläserphilharmonie oder L’Orchestre d’Harmonie Français aus Paris. Und nicht zu vergessen die europaweit wohl bekannteste Bigband überhaupt, die Bigband der Bundeswehr Deutschland.

Alle diese verschiedenen Orchesterformen und all die verschiedenen Werke, die sie zu Gehör bringen werden, sollen für jede und jeden, der als Gast der Innsbrucker Innenstadt den Weg in den Innenhof der kaiserlichen Hofburg findet, etwas Kostbares und Liebenswertes bieten können. Gleichzeitig sollen sie durch die Niederschwelligkeit der Veranstaltung - der Eintritt ist frei, lediglich um freiwillige Spenden wird gebeten - in einer Gesellschaft, die zur Bildung sozialer und ästhetischer Blasen neigt, dazu einladen, nicht nur die eigene Musik zu genießen, sondern auch die Musik anderer, inklusive der damit verbundenen verschiedenen Mentalitäten, kennen zu lernen und interessant zu finden.

Dabei ist bei aller Diversität und bei allem Bemühen um Publikumsnähe und Popularität das Verbindende und Entscheidende bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten: Alles, was gespielt wird, ist sowohl von seiner Aufführung als auch von seiner kompositorischen Qualität her höchsten Qualitätsansprüchen verpflichtet. Insofern verstehen sich die Innsbrucker Promenadenkonzerte als Brücke hin zu einem sehr weit gefassten Begriff von Klassik, jener Musik also, die übrig bleibt und nicht vergessen wird, weil sie von Musikern immer von neuem interpretiert und vom Publikum immer von neuem gehört werden will.

 

www.promenadenkonzerte.at

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