Notensatz mit Forte: einfach, stark

  • 18.10.2018
  • Software

Seien wir mal ehrlich: Was braucht man als Dirigent oder Instrumentallehrer – oder auch als "einfacher" Musiker, der seine Gedanken zu Papier bringen will, der eine Stimme umschreiben oder einen Song aus dem Gehör in Noten gießen möchte? Ein Notenblatt und einen Bleistift. Leider ist das grafische Ergebnis meist nicht ganz so prickelnd, wie man sich das vorstellt. Daher greifen die meisten Musiker heute doch eher zu Notensatzprogrammen.

Problem: Die Bedienung ist häufig kompliziert und die Kosten für so eine Spezialsoftware immens. Abhilfe schafft hier – für beide Probleme – die Notensatz-Software "Forte". Mittlerweile liegt das Programm in der zehnten Ausbauversion vor.

Stimme umschreiben

Sehen wir uns ein praxisnahes Beispiel an: Ein Dirigent möchte eine Stimme umschreiben – das kommt ja sehr häufig vor. Gerade kleinere Besetzungen (oder Nachwuchsensembles oder Bläserklassen!) haben oft das Problem, dass Notensätze, die eben für kleinere Besetzungen gemacht sind, nicht exakt für die eigene Besetzung passen – da gibt es beispielsweise eine Posaunenstimme, aber keine Hornstimme, im Ensemble gibt es aber ein Horn und keine Posaune. Hier bietet "Forte" beste und einfachste Möglichkeiten, diese Stimme umzuschreiben:

Schritt 1: Ein Dokument erstellen – mit dem Partitur-Assistenten kein Problem

Schritt 2: Die Noten eingeben – ebenfalls kein Problem. Es stehen mehrere Eingabemöglichkeiten zur Verfügung, unter anderem per Mausklick oder per Tastatureingabe. (Die Tastaturbelegung liegt im "Hilfe"-Reiter ganz einfach als Bilddatei vor!)

Schritt 3: Transponieren der Noten. Hier gibt es ebenfalls gleich mehrere Möglichkeiten: Entweder werden die Noten ausgewählt und nach Instrument transponiert (es entfällt die eigene Rechnerei, um welches Intervall die Noten transponiert werden müssen), nach Intervall transponiert (hier muss gerechnet werden), oder (fast am allereinfachsten) der User fügt mit buchstäblich nur einem Mausklick ein neues Instrument hinzu (das Ziel-Instrument), kopiert die Noten aus dem Ausgangsinstrument heraus und fügt die Noten in die Zeile des Ziel-Instruments ein. So werden die Noten "automatisch" transponiert. Zu hohe oder zu tiefe Lagen können mit einer Transposition um eine Oktave ab- oder aufwärts ganz einfach "repariert" werden. Dann kann die Zeile des Ausgangs-Instruments gelöscht werden. Fertig.

Eigene Noten erstellen

Ein anderes Beispiel: Ein Instrumentallehrer möchte ein Arbeitsblatt oder eine besondere Übung für einen Schüler erstellen. Wir öffnen das Startdokument, schreiben die Noten mit einer der Eingabemöglichkeiten in die Notenzeilen. Danach kann der User die Zeilenlängen bzw. die Takte pro Zeile ganz einfach per Kontextmenü (rechte Maustaste - Eigenschaften) anpassen. Die Abstände zwischen den Zeilen können mit dem Mauszeiger angepasst werden, Erklärungstexte können ebenfalls ganz einfach per Mausklick an der gewünschten Stelle platziert werden.

Für die einfache Bedienung von "Forte" sorgt die Eingabepalette, in der wirklich alles enthalten ist, was man zum reinen Notenschreiben braucht. Alle Elemente können ganz einfach in den Takten platziert werden, "Forte" baut sogar automatisch die richtigen Pausen zwischen den Noten ein, denn man kann dank eines eingeblendeten Takt-Rasters die Noten gleich an der "richtigen" Stelle im Takt einfügen.

Praktische Hilfe: Die Scan-App

Natürlich bietet "Forte" noch unendlich viel mehr Möglichkeiten. Mit im Lieferumfang ist beispielsweise eine Scan-App, die (neben der herkömmlichen Nutzung eines Scanners) auch vom Smartphone aus bedient werden kann – einfacher und bequemer geht es nun wirklich nicht mehr. Man macht ein Foto vom gewünschten Notenblatt, überträgt das bequem an den Rechner und kann hier die Noten weiterbearbeiten, die die Notenerkennungssoftware automatisch in ein "Forte"-Dokument umgewandelt hat.

"Bandora" - Playalongs ganz einfach selbst erstellen

Ab der neuen Version 10 ist auch "Bandora" mit an Bord der "Forte"-Software. "Bandora" ist ein Tool, das dabei hilft, einfache Arrangements von vorgegebenen Noten (mit Akkorden) zu machen. Was im ersten Moment wie eine Spielerei aussieht, kann sich beim Erstellen von Playalongs für Schüler (oder den Musiker selbst!) als mächtiges Werkzeug entpuppen, das dem Lehrer unendliche Möglichkeiten eröffnet, mit dem Schüler abseits der generell eher unbeliebten Etüden ganz viel Spaß zu haben. Es stehen hunderte verschiedener Bandvorlagen und Stilrichtungen zur Verfügung, und die Arrangiermöglichkeiten sind schier unendlich.

Und weil die Macher von "Forte" in erster Linie an den Nutzer denken, wurde in "Forte 10" ein "Dark"-Modus oder "Nacht"-Modus eingeführt: Die Benutzeroberfläche wird in diesem Modus verdunkelt, was für nächtliche Computertätigkeiten wesentlich angenehmer ist als der frische grüne Anstrich der Vorversionen. Wann haben Musiker schließlich Zeit für Computerarbeiten? Eben. Nachts. Tagsüber wird geübt oder unterrichtet.

Fazit

Unser anfängliches Problem Nr. 1 "so eine Software ist häufig kompliziert in der Bedienung" ist also schon mal gelöst. Problem Nr. 2 "... und die Kosten für so eine Spezialsoftware immens" löst der Lugert-Verlag als Software-Anbieter: Mit 189 Euro für die Premium-Version (!), 89 Euro für die Home-Version und lediglich 19 Euro für die Basis-Version ist "Forte" ein echtes Schnäppchen. Wer bereits die Vorversion genutzt hat, kann mit einem Upgrade sogar noch ein paar Euro sparen. Übrigens bietet der Lugert-Verlag auch ein Education-Programm an – es lohnt sich, hier mal nachzufragen.

Für Neueinsteiger bietet "Forte" gut verständliche Video-Tutorials an, während der Arbeit bietet die Online-Hilfe mit ihrer umfangreichen Suchfunktion Lösungen für jede Frage im Zusammenhang mit der Software an.

Wir fassen zusammen: Günstiger als "Forte" ist wirklich nur Papier und Bleistift. Aber seien wir mal ehrlich - was ein Musiker, Dirigent oder Instrumentallehrer im Jahr 2018 braucht, ist ein auch ein professionelles Ergebnis, mit dem er später - im Sinne der effizienten Zeitnutzung - auch weiterarbeiten kann. "Forte" bietet hier alle erdenklichen Möglichkeiten. Und noch ein paar mehr...

www.forte-notensatz.de

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