3. Internationales Blasmusikfestival begeistert Tiroler und Gäste

  • 17.10.2018
  • Events

Traditionelle Märsche, aber auch Alphorn Rock und die Can Can-Melodie aus Offenbachs Orpheus in der Unterwelt erklangen im Oktober in Ellmau am Wilden Kaiser. 1.500 Musikanten aus ganz Europa waren in Tirol beim 3. Internationalen Blasmusikfestival zu Gast. "Im ganzen Dorf wurde an allen Ecken und Enden musiziert", so Helmut Opperer, Moderator des musikalischen Groß-Events, das die Travel Partner Group aus Ellmau organisiert. "Wir hatten eine typische englische Brass-Band, symphonische Orchester, eine russische Showband der Extraklasse und zahlreiche weitere internationale und nationale Kapellen vor Ort."

Foto: Ines Entleitner

Zu hören waren die verschiedenen Musikgruppen bei Konzerten am Berg, im Festzelt am Freitag- und Samstagabend, bei Platzkonzerten während des Bauernmarktes und beim Umzug und Gesamtspiel am Samstagnachmittag. Bei letzterem intonierten alle Musikanten vor dem Panorama des Wilden Kaisers gemeinsam vier Musikstücke, darunter den österreichischen Traditionsmarsch Mein Heimatland von Sepp Neumayr und die Europa-Hymne unter dem Dirigat von Landeskapellmeister Dr. Rudi Pascher.

"Es ist für mich selbst überwältigend, wie viele Besucher heute zum Blasmusikfestival und Umzug nach Ellmau gekommen sind“, freute sich Michael Poot, CEO der Travel Partner Group, der den Festakt eröffnete. „Mein Dank gilt allen Blasmusikkapellen, die aus nah und fern angereist sind, sowie der Gemeinde und dem Tourismusverband für ihre grandiose Unterstützung dieser Veranstaltung."

Beim Abendprogramm am Freitag und Samstag standen jeweils acht bis neun Orchester auf den beiden Bühnen im Festzelt. Dabei ließ beispielsweise die Bürgermeistermusik Schwaz die Fanfare Tirol isch lei oans und La Montanara hören. Die TCTC Group aus England spielte unter anderem Riverdance von Bill Whelan und das berühmte Kinderlied Twinkle, Twinkle, Little Star, das im deutschsprachigen Raum als Weihnachtsmelodie Morgen kommt der Weihnachtsmann bekannt ist. Das Ensemble d’Rhinwagges aus Frankreich begeisterte das Publikum mit Halleluja von Leonard Cohen, einem Medley der besten Udo Jürgens-Hits und Les Champs-Elysèes. Und die russische Uralband mit den Drum Girls of Surgut interpretierten die Sinfonische Dichtung Shéhérazade von Nikolai Rimsky-Korsakov und den Soul Bossa Nova von Quincy Jones, der bereits als Titelmusik einiger TV-Serien und Filme diente.

Blasmusik - auch bei jungen Leuten wieder in

"Jede Gruppe wählt ein Programm, das typisch für ihr Land ist und zum Blasmusikfestival passt", so Sandra Rass. Die junge Trompeterin war mit der Blasmusikkapelle Ellmau bereits zum dritten Mal bei der Veranstaltung in ihrer Heimat dabei. "Die Internationalität und das unglaublich hohe Niveau zeichnen das Event am Wilden Kaiser aus. Wenn wir Musikanten feiern, dann ist die Stimmung immer toll und friedvoll und alle verstehen sich. Durch Veranstaltungen wie das Internationale Blasmusikfestival lässt sich auch die Jugend wieder begeistern, ein Instrument zu lernen. Die jungen Leute merken, dass es Spaß macht, in der Gemeinschaft zu musizieren, dass man sich mit Blasmusik auch auf moderne Art ausdrücken kann und dass diese Musikrichtung ganz und gar nicht altmodisch ist."

www.wilderkaiser.info

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