Schlagzeuger Norbert Rabanser begeistert bei Blasmusik-WorkShop in Buchloe

  • 10.12.2018
  • Ausbildung

Seit vergangenem Jahr bietet das Team vom Blasmusik-Shop aus Buchloe ergänzend zu seinem vielfältigen Shopangebot Instrumentalworkshops mit Profimusikern an. Schon die ersten "Blasmusik-WorkShops" erfreuten sich großer Beliebtheit. Nach Lehrgängen mit Professor Erich Rinner (Trompete), Alexander Wurz (Tenorhorn/Bariton), Christoph Moschberger (Flügelhorn) und Peter Laib (Tuba) gab im Spätherbst Schlagzeuger Norbert Rabanser aus Südtirol sein Wissen an interessierte Workshopteilnehmer weiter. 29 Schlagzeuger bekamen beim Workshop die Möglichkeit, dem Leiter der Innsbrucker Böhmischen ganz genau auf die Finger zu schauen.

Fotos: Klaus Härtel

Rabanser, der auch eine Professur am Tiroler Landeskonservatirum in Innsbruck innehat, überraschte zu Beginn des Workshops, indem er den Fokus zunächst auf kubanische Musik legte. So befassten sich die Teilnehmer mit einigen kubanischen Grundrhythmen. Diese außergewöhnliche Vorgehensweise begründete Rabanser damit, dass viele moderne Musikstile auf den Rhythmen der kubanischen Musik aufbauen würden. Dementsprechend lässt der beliebte Schlagzeuger und Moderator auch selbst viel von dieser Rhythmik in sein Spiel einfließen.

Der Workshopdozent aus Südtirol ging im weiteren Tagesverlauf auf die Anliegen und Themen der Teilnehmer ein. Und weil Norbert Rabanser vor allem in Blasmusikkreisen nahezu Kultstatus genießt, war es auch nicht verwunderlich, dass die meisten Teilnehmer einen Schwerpunkt auf die traditionelle Blasmusik legen wollten. So kam das Teilnehmerfeld, zu dem Anfänger im niedrigen Teenageralter ebenso zählten wie ambitionierte Amateure aus Musikvereinen und Hochschulschlagzeuger, in den Genuss einer Lehrstunde in Polka-, Walzer- und Marschstilistik nach Rabanser-Art.

Was ist im Bereich Dynamik zu beachten? Wann und wie sollte das Becken eingesetzt werden? Diese und weitere Fragen wurden diskutiert und beantwortet - Rabanser gab Denkanstöße und viele Anregungen zur weiteren Ausarbeitung. Vor allem die Kreativität solle keinesfalls zu kurz kommen: "Warum immer stur nach Noten? Warum nicht mehr nach Gefühl", fragte Rabanser. Wenn es passe, dürfe man ruhig auch einmal kreativ werden. Er sprach sich nicht gegen Noten aus - wichtig sei jedoch vor allem, dass beim Spielen das Gefühl auf die Musik gelegt werde.

Eine Herausforderung für Arme und Ohren gab es schließlich gegen Ende des Workshops, als alle Teilnehmer zusammen einen dreiminütigen Wirbel erklingen ließen.

Die angereisten Schlagzeuger bescheinigten ihrem Dozenten, dass er ein "super Typ" sei und der Tag mit ihm sehr kurzweilig gestaltet war. "Als Professor weiß er natürlich genau, worauf es ankommt. Es war ein interessanter Einblick in sein Schaffen. Wir haben viel zugehört, viel gespielt und viel mitgenommen", so ein Teilnehmer abschließend.

www.blasmusikworkshop.de

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