Buchloe bebt! - 27 Tubisten arbeiten im Blasmusik-WorkShop mit Peter Laib

  • 05.12.2018
  • Ausbildung

Seit vergangenem Jahr bietet das Team vom Blasmusik-Shop aus Buchloe ergänzend zu seinem vielfältigen Shopangebot Instrumentalworkshops mit Profimusikern an. Schon die ersten "Blasmusik-WorkShops" erfreuten sich großer Beliebtheit. Nach Lehrgängen mit Professor Erich Rinner (Trompete), Alexander Wurz (Tenorhorn/Bariton) und Christoph Moschberger (Flügelhorn) war im Herbst der Tubist und Sousafonist Peter Laib aus Schnürpflingen bei Ulm zu Gast in Buchloe, zu dessen Workshop Musiker aus dem weiten Umkreis anreisten.

Foto: Stefanie Eberle

Vormittags  ging es zunächst um die richtige Atmung. Einfache, aber enorm wichtige Grundsatz Laibs in diesem Bereich: "Locker bleiben, damit die Lunge Platz hat und das Einatmen als Schwung fürs Ausatmen nutzen." Weiter ging es mit verschiedenen Mundstück- und Tonübungen, bei denen die Luft im Saal spürbar dünner wurde – immerhin präsentierten hier 28 Tubisten ihre überdurchschnittliche Lungenleistung.

Natürlich brachte Peter Laib die Teilnehmer nicht nur im "Üben für sich selber" weiter, sondern auch im Bereich Ensemblespiel: "Die 1. Stimme führt und muss ihr Herz ausschütten – die anderen Stimmen unterstützen und machen die Farbe." Man müsse wissen, welche Funktion man hat – egal, ob im Duett, im Ensemble oder in einem Orchester mit 100 Mann. Um dies musikalisch zu unterstreichen, wurden verschiedene Stücke aufgelegt. Neben einer alpenländischen Weise erklang auch Pharell Williams' Hit "Happy". Dieses Stück sei im Bereich Tuba-Ensemble schon Oberklasse, bemerkte Laib. Aber im Allgäu gebe es gute Tubisten, "da kann man das schon machen!"

Im weiteren Verlauf gab Laib wertvolle praktische Stilistik-Tipps im Bereich "Traditionelle Blasmusik". Auch stellte der Profi verblüffende Parallelen zwischen Blasmusik und Hip Hop heraus. Peter Laib, der diese Gratwanderung als Tubist bei "Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten – Das Original" und am Sousafon bei "Moop Mama" seit Jahren lebt, stellte klar den Vorteil der Bläser heraus: "Wir Bläser können Musik machen, wie wir sie fühlen – nicht wie ein Synthesizer."

Foto: Christian Mayr

Laib behandelte viele Themen rund um die Tuba, jedoch auch solche, die unter der Überschrift "... & mehr" stehen. Er ermutigte seine Teilnehmer, stets Freude beim Musizieren zu zeigen und auch die anderen Musiker spüren zu lassen, dass man Spaß hat. "Unterschätzt das nicht. Das Publikum hört nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit den Augen", so Laib.

Im Laufe des Jahres 2019 folgen weitere Blasmusik-WorkShops in Buchloe, mit denen der Status der Region Allgäu als Blasmusik-Hotspot weiter untermauert werden wird.

www.blasmusikworkshop.de

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