Schweizer Komponist Emil Würmli verstorben

  • 07.01.2008
  • Sonstiges

Emil Würmli verstarb am 6. November 2007, die Beerdigung fand am 19. November auf dem Gottesacker in Riehen statt, unter musikalischer Begleitung von der Wiggertaler Blaskapelle, Emil Würmli war auch Mitspieler in vielen Kapellen und Vereinen, so unter anderem Dirigent bei der Blaskapelle Rhybuebe Stein als diese noch frohes Wiedersehen hiessen, später Mitspieler, aber auch bei der mg Stein und der mg Frick hatte er schon mitgespielt.

Emil Würmli wurde am 3. März 1920 in Gommiswald geboren. Das Interesse an der Musik wurde ihm praktisch schon in die Wiege gelegt, denn sein Vater war Trompeter und dirigierte die Musikgesellschaft "Alpenrösli" Gommiswald. Mit 12 Jahren bekam er als Weihnachtsgeschenk eine alte diatonische Handorgel und später von einer Tante ein altes Harmonium. Ein pensionierter Schulmeister gab ihm ein paar Stunden und unterrichtete ihn im Notenlesen. Das Interesse des Buben war aber mehr für die Blasinstrumente. Im Versteckten übte er auf Vaters Trompete. Später bekam er sein eigenes Instrument und konnte mit 15 Jahren als jüngstes Mitglied in der Dorfmusik mitspielen. Später erlernte Emil Würmli den Beruf des Coiffeurs. 1940 absolvierte er als Trompeter die Rekrutenschule des Gebirgs-Schützenbatallions 8, dem er auch seinDa er damals in der Harmonielehre noch keine Erfahrung hatte, lies er diesen Marsch beim bekannten Komponisten Carl Friedemann für viel Geld instrumentieren. Der Titel "Marsch des Gebirgsschützen Batallion 8" musste zuerst vom damaligen Kommandanten, Oberstleutnant Hans Fäh, bewilligt und die Melodie von Kirchenmusiker Oser begutachtet werden. Nach der Rekrutenschule und zwischen den Aktivdienstzeiten spielte Würmli, als bläserische Stütze, bei verschiedenen Musikgesellschaften seiner heimatlichen Umgebung mit. Weitere musikalische Ausbildung genoss er bei Musikdirektor Franz Ingber. Während dieser Zeit absolvierte Emil Würmli die Unteroffiziersschule in Bern als Militärspielführer. 1944 wanderte Emil Würmli nach Liestal aus, wo er die Grenzwächter-Rekrutenschule besuchte. Sein erster Einsatz war in Basel am Grenzposten Lysbüchtel bei St. Louis. Den musikalischen Anschluss fand er hier bei der Stadtmusik Basel. Nach gut zwei Jahren wechselte er vom Zoll zur Polizei, wo er bis 1981 tätig war. Gleichzeitig fand auch der Wechsel von der Stadtmusik zur Polizeimusik statt, wo er von 1946 bis 1956 als Trompeter und Vizedirigent mitwirkte.

In der Zeit von 1946 bis 1950 spielte Emil Würmli als Trompeter mit der Ländlerkapelle der Polizeimusik Basel, wobei mit dieser Formation seine erste Schallplattenaufnahme mit eigenen Kompositionen entstand. Unter anderem wurden aufgenommen: "Lineli-Walzer, Marsch der Ländlerkapelle der Pomuba, Uf em Seibi, Rhygass-Ländler, Dr Imbergässler, Uf dr Basler Pfalz"
1947 wurde die Kapelle "Rhybuebe" gegründet. Die Besetzung mit fünf Mann: Klarinette, Horn, Akkordeon, Es-Bass und mit Emil Würmli an der Trompete, war eine populäre Formation und wurde bei Tanz und Unterhaltung in der Region gerne gesehen und oft engagiert. Im Radiostudio wurden einige Schallplatten mit dieser Kapelle produziert. Im März 1964 wurde die Kapelle Rhybuebe im Fernsehen vorgestellt.
In den Jahren 1956 bis 58 spielte er im Musikverein Riehen mit und von 1984 bis 86 in der Zollmusik, wo er auch als Vizedirigent wirkte. Bei der Musik der E.E. Zunft zu Webern hat Emil Würmli von 1946 bis 1972 die musikalischen Geschicke geleitet.

1975 leitete Emil Würmli die Blaskapelle Frohes Wiedersehen und nahmen am internationalen Wettbewerb in Colmar teil, wo auf anhieb der 3. Rang erreicht wurde. 1976 machte man mit am 1. schweiz. Bauernkapellentreffen in Urdorf und erhielt das Prädikat vorzüglich. Dadurch entstanden von der Kapelle Frohes Wiedersehen (später umbenannt in Rhybuebe) die ersten Radioaufnahmen. Aus gesundheitlichen Gründen gab Emil Würmli dann den Dirigentenstock an Bruno Hossli weiter, blieb aber als Trompeter noch einige Jahre in der nun seit 1982 umbenannten Blaskapelle Rhybuebe.
Als weitere Höhepunkte wurde Emil Würmli 1982 von der Schallplattenfirma Tell-Rekord der "Goldene Tell" und 1990 vom Schweizer Fernsehen von einer Fachjury, durch Wysel Gyr mit dem "Prix Tell" für seine erfolgreiche Komposition "Frohes Wiederseh&#39,n" und sein allgemeines musikalische Schaffen im volkstümlichen Blasmusikbereich, ausgezeichnet. Im September 1945 heiratete Emil Würmli seine Lina Fürer von Jona. In den ersten Jahren wohnten sie in Basel und 1952 zogen sie in ihr Eigenheim nach Riehen. Die drei Kinder Kurt, Verena und Ernst haben das Elternhaus längstens verlassen.

Bis heute hat Emil Würmli über 140 Kompositionen erarbeitet. Sein grösster Erfolg gelang ihm 1956 mit dem Marsch "Frohes Wiederseh&#39,n", welcher noch heute mindestens einmal pro Woche am Radio (DRS1) zu hören ist. Es wundert einen immer wieder über die vielen Aufführungen gerade dieses Marsches. Hat er doch noch manch andere schöne Märsche, Polkas, Ländler und Walzer komponiert.

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