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Werkstatt für Dirigenten in Büren

Werkstatt für Dirigenten in Büren Die diesjährigen Weiterbildungsmodule für Dirigentinnen und Dirigenten des Bernischen Kantonal-Musikverbandes befassen sich mit der Vorbereitungsarbeit für das Kantonale Musikfest, welches im Juni 2009 im Büren an der Aare stattfinden wird. Das erste Modul thematisierte am 1. November 2008 vor 80 Interessierten die mentale Vorbereitung. Das Modul 2 der Dirigentenwerkstatt findet am 3. Dezember 2008 mit Ben Vatter statt. Er wird sich der Sozialkompetenz und Motivation widmen.

Der Erfolg beginnt im Kopf
Für die Vorbereitung für ein Kantonales oder Eidgenössisches Musikfest wird der Proberhythmus oft über das Gewohnte angehoben, es wird intensiver geübt und an Wochenenden wird unter Beizug von externen Fachkräften geübt. Entspricht das Resultat am Tag X dann nicht den Erwartungen, dann wird die Schuld oft bei dritten gesucht. Neben einer guten musikalischen Vorbereitung gibt es noch andere Gesetzmäßigkeiten. Im entscheidenden Moment muss auch im Kopf die beste Leistung abgerufen werden können.

Die beiden Referenten Anita Schürch und Albert Remund erläutern zu Beginn ihres Vortrags die für heute gesteckten Ziele:


• Ich habe jeden Moment die Möglichkeit, meine Gedanken zu steuern
• Ich kann schöne Situationen visualisieren und kreieren
• Ich kann Herausforderungen annehmen und bewältigen

Positives Denken
Die Referenten fordern je eine Person aus dem Publikum auf, über eine schlechte und eine gute Erinnerung aus ihrer Erfahrung als Dirigenten zu berichten und zu schildern, welche Gefühle in jenem Augenblick gespürt wurden. Jede und jeder kennt das Gefühl: negative wie auch positive Gefühle lösen verschiedene Reaktionen im Körper aus. Positive Gefühle wie Glück, Kreativität oder Mut führen zu einem „Flow" welcher eine Energiespendende Hormonausschüttung zur Folge hat. Die negativen Gefühle wie Ärger, Hass oder Neid führen zu einer Energieraubenden Hormonausschüttung, zu einem „Wolf". Damit sei gezeigt, worum es beim Mentaltraining geht: Um die Frage, wie man verhindern kann, dass der Energieraubende Bereich möglichst schnell verlassen werden kann. Damit dies geschehen kann, müssen Erfahrungen aus dem energiespendenden Bereich vor Augen gehalten werden.

Was will ich
Wir gewöhnen uns schnell an zu sagen, „ich ärgere mich nicht mehr." Doch ist dies wirklich möglich, ärgern wir uns wirklich nicht mehr? Anita Schürch und Albert Remund plädieren dafür, dass jede und jeder es in der Hand hat sich nicht zu ärgern indem man fragt, „was tue ich, um mich nicht zu ärgern?" Das heisst, das eigene Handeln soll auf die Zukunft ausgerichtet sein. Man bedenke, dass auch die Gefühle und Emotionen dem Gesetz der Resonanz unterworfen sind. Darum gilt es, als Dirigent die Kunst der motivierenden Kommunikation zu beherrschen. Erst eine positive und kompetente Ausstrahlung der Dirigentinnen und Dirigenten ermöglicht eine zukunftgerichtete und motivierte Zusammenarbeit.

Motivierende Kommunikation
Zentral ist hierbei die Beobachtung von sich selbst. Die eigenen Gedanken sollen ins Positive geändert werden. Als Beispiel dient die Erarbeitung des Aufgabenstücks. Erst eine positive Einstellung dazu von Seiten des Dirigenten motiviert den Verein. Eine weitere Herausforderung stellt das richtige Zeitmanagement. Die richtige Einteilung ist jedoch nur möglich, wenn der Verein bekannt ist. Zudem muss die Balance gefunden werden zwischen Ansporn und ruhigem Angehen. Erst das Vertrauen der Dirigentinnen und Dirigenten führt dazu, dass der Verein an sich glaubt und dieses Vertrauen dann reflektiert wird.

Für Interessierte besteht die Möglichkeit, weitere Kurse in Form von Abendseminaren bei Anita Schürch und Albert Remund zu besuchen. Weitere Themen wären Verhaltensmuster, Gedankenstruktur und Motivierende Kommunikation.

19.11.2008

www.bkmv.ch

Bernischer Kantonal-Musikverband

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