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Premieren-Fieber bei den 21. Drüggelter Kunst-Stückchen

Premieren-Fieber bei den 21. Drüggelter Kunst-Stückchen Um dem diesjährigen Konzept "Drüggelte rhythmisch" gerecht zu werden, geht im Rahmen des Sonntagskonzertes am 23. Mai erstmals die Drüggelter Festival-Big-Band an den Start. Der in Soest lebende Saxofonist Patrick Porsch als Leiter des Ensembles hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um dem Publikum hinreißend jazzige Black-Music-Classics zu bieten. Der Klangkörper wird sich mit Musik der legendären Band von Thad Jones und Mel Lewis sowie dem äußerst selten zu hörenden Rock-Requiem für Big-Band und Gospelchor präsentieren.



Typischen Sound der 70er Jahre mit Rock-, Swing- und Electronic-Elementen wird die Big-Band im ersten Konzertteil darbieten: Zur Aufführung kommen Werke des 1986 verstorbenen Trompeters und Komponisten Thad Jones aus Michigan. Seit Jahrzehnten ist Patrick Porsch Fan der Legende. 1965/66 gründete Jones mit Drummer Mel Lewis und einer Gruppe von New Yorker All-Star-Studiomusikern das Thad Jones/Mel Lewis Jazz Orchestra, das zu einer stilbildenden Institution der amerikanischen Jazzszene wurde. Fest auf den Traditionen des Swing, Bebop und Hardbop stehend und tief verwurzelt im Blues, gelang es Thad Jones, auch Elemente des aufkommenden Soul, Funk und Rock zu verarbeiten. Und so weht der Geist der Flower-Power-Ära in der Drüggelter Konzertscheune. Zum Einsatz kommen Original-Instrumente wie Fender-Rhodes-Piano und Hammond-Orgel.

Erst auf Umwegen gelangte Patrick Porsch an die Partitur des  Rock-Requiems und wurde schließlich in den USA fündig. Das rare Werk stammt aus der Feder des vor allem durch Filmmusik bekannt gewordenen Komponisten Lalo Schifrin. Unter anderem hat der Argentinier den Soundtrack für „Mission Impossible“, „Dirty Harry“, „Mannix“ und „The Fox“ in Szene gesetzt. Der Komponist höchstpersönlich hat der Big-Band und dem Gospelchor viel Glück für die Aufführung gewünscht: Wenn das kein gutes Omen ist! Mehr als 50 Musiker werden auf der Bühne stehen, darunter eine aufwendige Rhythmus-Gruppe. Porsch beschreibt das Rock-Requiem als eingängig und am Groove orientiert.

Das Orchester setzt sich zum Großteil aus ambitionierten Amateuren der regionalen Szene zusammen. Unterstützt werden sie von erfahrenen Profi-Musikern. Die Künstler haben mit dem Konzerte eine echte Herausforderung angenommen, da sie Original-Literatur spielen und konzentriert proben müssen. Projektleiter Patrick Porsch war mehrmals Preisträger beim NRW-Landeswettbewerb „Jugend Jazzt“, studierte Jazz und Popularmusik in Hilversum, Köln und Maastricht und erwarb ein Diplom als Instrumentalpädagoge, gefolgt von der künstlerischen Reifeprüfung. Zurzeit erfüllt er an der Universität-Gesamthochschule Paderborn einen Lehrauftrag im Fach Saxofon. Unter anderem spielte Porsch als Solist mit Comedian Johann König und Udo Lindenbergs Panikorchester.

17.05.2010

www.drueggelter-kunststueckchen. de

Touristik GmbH Möhnesee

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