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C3: Nachwuchs aus der Kaderschmiede

C3: Nachwuchs aus der Kaderschmiede 26 talentierte MusikerInnen haben im vergangenen Jahr die Ausbildung zum Blasorchesterdirigenten (C3) beim Bund Deutscher Blasmusikverbände absolviert. Sie erhielten im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der BDB-Musikakademie ihre Urkunden. Elf davon tragen das Prädikat „Mit sehr gutem Erfolg“.

Die Älteste wurde 1948 geboren, die beiden Jüngsten im Jahr 1990: 14 Männer und zwölf Frauen haben im vergangenen Jahr die Prüfungen der Ausbildung zum Blasorchesterdirigenten (C3) beim Bund Deutscher Blasmusikverbände (BDB) bestanden. Sie bekamen im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der BDB-Musikakademie ihre Urkunden erreicht – elf davon tragen das Prädikat „Mit sehr gutem Erfolg“.

Der Neujahrsempfang am Dreikönigstag ist

mittlerweile feste Tradition in Staufen und bildete den passenden Rahmen für die Urkundenübergabe. „Unsere Feierstunde erfreut sich immer größerer Beliebtheit“, kommentierte Helmut Steinmann, BDB-Vizepräsident und Akademiebeauftragter. Ronald Holzmann, Vorsitzender der BDB-Musikkommission, stellte bei seiner Ansprache etwas bemerkenswertes fest: Die frischgebackenen Dirigenten, sagte er, seien zu großen Teilen „beneidenswert jung“.

Teilnehmer nicht nur aus dem BDB

Zwei Absolventen wurden in den 90er Jahren geboren, gleich 15 Teilnehmer in den 80ern. Die kommen nicht nur aus dem Verbandsgebiet des BDB: Zwei angehende Dirigenten reisten sogar aus der Eifel an, ein anderer aus der Schweiz. „Wir hatten aber auch schon Berliner oder Teilnehmer aus Jena“, sagt Lehrgangsleiter Markus Mauderer.

Im aktuellen Kurs, der in den ersten Januartagen begann, ist wieder eine waschechte Schweizerin dabei. „Am Anfang“, erzählt Mauderer, „hatten wir nur Teilnehmer aus dem BDB-Gebiet.“ Das änderte sich, als der Verband bundesweit für seinen Kurs zu werben begann. Und durch positive Empfehlungen der Ehemaligen.

Auch der Frauenanteil ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Im Jahr 2005, waren es beispielsweise 18 Männer und nur zwei Frauen, die den Kurs erfolgreich hinter sich gebracht hatten.

Immerhin: Zwei Jahre früher, im Jahr 2003, hatten schon acht Frauen ihr Diplom überreicht bekommen – ein Drittel der Kursteilnehmer. Der Trend hält an: In diesem Jahr war nur die Hälfte der Teilnehmer männlich. „Wir haben immer mehr weibliche Teilnehmer“, sagt Mauderer, „das ist wirklich erfreulich.“

Neue Stücke im Halbstundentakt

Noch seien die meisten Dirigentinnen später überwiegend im Jugendbereich tätig, meint er – aber auch das würde sich langsam ändern. Unterschiede zwischen weiblichem und männlichem Dirigierstil kann der Taktstock-Dozent übrigens nicht ausmachen. „Jeder Mensch“, sagt Markus Mauderer, „dirigiert anders“.

Der C3-Kurs in Staufen erstreckt sich mit längeren Zwischenpausen über ein ganzes Jahr und ist eine feste Größe in der Musiklandschaft. Zur praktischen Abschlussprüfung, wenn die Teilnehmer ein Musikstück durchdirigieren müssen, kommen viele Ehemalige angereist, mit ihren Instrumenten.

Ein Dirigent braucht schließlich auch Musiker. Die Verbundenheit der Ehemaligen hat mehrere Gründe: „Viele wollen sich wieder mal sehen“, sagt Mauderer. „Dirigenten wissen aber auch, dass sie bei der Prüfung im Halbstundentakt neue Musikstücke präsentiert kriegen.“

Viele Musikvereine, erzählte BDB-Akademieleiter Christoph Karle bei der Feierstunde am Dreikönigstag, würden mittlerweile wache Augen auf den Lehrgang und seine Teilnehmer werfen. Man sei inzwischen fast so etwas wie eine Kaderschmiede. „Es vergeht keine Woche“, so Karle, „in der nicht irgendein Orchester bei uns anruft und fragt: Wisst ihr nicht zufällig einen Dirigenten für uns?“


Die Absolventen im Überblick
Gordon Hein, Muttenz (CH)
Anna Herdner, Triberg
Cindy Höll, Bühl
Sarah Jehle, Dogern
Louise Kaiser, Münstertal
Ines Mayer, Löffingen
Markus Metz, Hayna
Klaus Mutschler, Görwihl
Judih Oppermann, Gemmrigheim
Marina Reichmann, Waldshut
Matthias Pfläging, Schmallenberg
Verena Schäfer, Hallenberg
Anja Schmieder, Blumberg
Stefan Schröder, Olsberg-Bruchhausen
Daniel Stratz, Buchenbach
Sarah Tröndle, Löffingen
Armin Wehrstein, Haigerloch
Christine Weißenberger, Küssaberg
Daniel Zipfel, Laufenburg
Jean-Christophe Naas, Schwörstadt
Benedikt Hauger, Donaueschingen
Frank Tasch, Wächtersbach

08.02.2010

www.blasmusikverbaende.de

Bund Deutscher Blasmusikverbände (BDB)

Ausbildung

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